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Zennyo Ryuo
Zennyo Ryūō (jap. 善如龍王 oder 善女龍王, auch 善達, Zentatsu) ist ein Drachenkönig der japanisch-buddhistischen Mythologie. Er ist ein Regengott, der im Jahr 824 vom Priester Kūkai bei einem Regenmacher-Wettbewerb beschworen wurde.

NameBearbeiten

  • Die Silbe 善 (zen) bedeutet gut oder Das Gute.
  • Die Silbe 如 (nyo) bedeutet wie (wie etwas sein).
  • Die alternative Schreibweise 女 bedeutet hingegen weiblich oder Frau.
  • Das Wort 龍王 (ryūō) bedeutet Drachenkönig, abgeleitet von 龍 (ryū, dt. Drache)
  • Die alternative Schreibweise 達 (tatsu) bedeutet ebenfalls Drache.

MythologieBearbeiten

Traditionell wird vermutet, dass Zennyo Ryūō in der Drachenhöhle (jap. 龍穴, Ryūketsu) auf dem Berg Murōyama (jap. 室生山) in der Präfektur Nara lebt. Dort wird der Drache seit alten Zeiten angebetet und um Regen gebeten.

Ben’ichizan nenbun dosha sōjōBearbeiten

Die älteste schriftliche Aufzeichnung des Mythos stammt aus dem Ben’ichizan nenbun dosha sōjō (jap. 宀一山年分度者奏上) von 937 n. Chr., wo beschrieben wird dass im Jahr 778 fünf buddhistische Mönche auf den Berg stiegen, um für den neuen Kaiser Kammu zu beten. Der Text beschreibt auch, dass 781 ein Drachenkönig schwor, das Land und den Tempel zu schützen.

KojidanBearbeiten

Das Kojidan (1212-1215) erklärt, dass Zentatsu, der in der Höhle lebt, zuvor im Sarusawa-Teich (jap. 猿沢) gelebt hat. Er floh von dort, als eine Edeldame in seinem Teich starb, und lies sich am Mt. Kasuga (jap. 高山) nieder. Jedoch wurde in seinen dortigen Teich ebenfalls eine Leiche geworfen, weshalb er erneut floh, diesmal zum Murōyama.

Das Buch beschreibt auch, dass Jahre später der Priester Nittai (jap. 日對) die Höhle betrat, um den Drachen zu sehen. Nach einer langen Wanderschaft von 3 oder 4 chō im Dunkeln erreichte er einen Palast unter blauem Himmel. In dem Palast fand er eine Ausgabe des Lotos Sutra. Als er diese sah, sprach ihn eine Stimme an und fragte wer er war und warum er hierwar.

Er offenbarte der Stimme seinen Namen und dass er wünschte den Drachenkönig zu sehen. Die Stimme sagte jedoch, er könne den Drachen hier nicht sehen, dazu müsse er sich an einen Ort 3 chō vom Eingang der Höhle entfernt begeben. An dieser Stelle sah er kurz den Drachenkönig, gekleidet in Robe und Krone, der aus dem Boden aufstieg und verschwand. Nittai baute dort einen Schrein, an dem eine Regenwolke erscheint, wenn Gebete oder Sutras dort gesprochen werden.

Genkō ShakushoBearbeiten

Im Genkō Shakusho (jap. 元亨釈書) von 1322 wird beschrieben, wie ein Priester eine schöne Frau mit verborgenem Gesicht traf. Die Frau fragte ihn, ob er ihr den mudrā beibringen könne, einen Zauber, der einen sofort zum Buddha werden lässt. Auf seine Nachfrage offenbarte sie sich als Zennyo, und er lehrte sie den Zauber.

Im Gegenzug fragte der Priester, ob er ihr Gesicht sehen dürfe. Sie sagte, ihr Aussehen sei so schrecklich, dass kein Mensch es ansehen könne. Jedoch könne sie seinem Wunsch nicht wiedersprechen und stieg in die Luft, offenbarte unter ihrer Kleidung eine Klaue, mehr als 10 shaku lang, die fünffarbiges Licht ausstrahlte. Dann verschwand sie.

Shinsen'enBearbeiten

Die bekannteste Legende handelt von Zennyos Erscheinen bei einem Regenmacher-Wettkampf im Shinsen'en (jap. 神泉苑), einem heiligen Garten in Kyoto, in dem der shintoistische Ryūō-sha-Schrein (jap. 善女竜王社) steht, der Zennyo geweiht ist. Die rivalisierenden Priester Kūkai und Shubin rezitierten Regen-Sutras, um eine dreimonatige Dürre zu beenden.

Je nach Quelle kam Zennyo vom Murōyama oder vom Anavatapta-See, dem buddhistischen Zentrum der Welt. Da andere Aufzeichnungen im Anavatapta einen Nāga-König, der ebenfalls zu den Drachenkönigen zählt, verorten, könnte es sich um eine Verwechslung mit diesem handeln. Jedoch sind sich alle einig, dass es Kūkai war, der den Drachen beschwören und Japan mit Regen versorgen konnte, nachdem es Shubin nur gelungen war, die Region um Kyoto mit Regen zu versorgen.

Diverse Quellen beschreiben den erschienenen Drachen als 2.7m lang, mit einem weiteren, 24cm langen, goldenen Drachen auf dem Kopf. Beide tauchten in den Teich am Tempel und die Dürre war zu Ende.

Nach manchen Quellen soll Shubin selbst die Dürre ausgelöst haben, indem der alle Drachen Japans einsperrte. Zennyo wurde aus Indien beschworen, da er als einziger nicht von Shubin gefangen worden war.

QuellenBearbeiten

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