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Runkelstein tristan

Tristan schneidet die Zunge des Drachen heraus.

Tristan (auch Tristram, lat. Drustanus, walisisch Trystan) ist der männliche Hauptcharakter des Tristan und Isolde-Stoffes aus dem Umfeld der Legende um König Artus und als Teil einer der ursprünglichen Erzählungen auch ein Drachentöter.

Er war der Neffe von König Mark von Cornwall, und als König Goram von Irland seinen Bruder Morholt nach Cornwall schickte, um Tribut zu fordern, tötete Tristan diesen im Auftrag seines Königs. Dabei blieb jedoch ein Teil von Tristans Schwert in Morholts Körper stecken, welches später von der Königin von Irland in der Leiche gefunden wurde.

Tristan selbst war jedoch durch Morholts Schwert vergiftet und er reiste unter dem Decknamen Tantris selbst nach Irland, um von der dortigen Prinzessin Isolde geheilt zu werden. Diese half ihm, und als er nach Cornwall zurückgekehrt war, pries er sie hoch an, weshalb König Mark beschloss, sie zu heiraten. Er sandte Tristan erneut nach Irland, um für ihn um Isoldes Hand anzuhalten.

Als Tristan in Irland ankam, fand er dort einen Drachen vor, der die Leute terrorisierte. König Goram hatte als Lohn für denjenigen, der den Drachen erschlug, die Hand seiner Tochter Isolde ausgeschrieben. Tristan gelang es, den Drachen zu töten, und er schnitt diesem nach dem Kampf die Zunge heraus und versteckte sie in seiner Kleidung.

Als er sich nach dem Kampf über den Fluss bückte, um daraus zu trinken, rann das Gift des Drachen von der Zunge in das Trinkwasser und vergiftete Tristan, wodurch dieser bewusstlos wurde.

Als der Seneschall des Königs den toten Drachen, aber keinen Drachentöter fand, schloss er dass der Drachentöter ebenfalls gestorben sein musste als er gegen das Untier kämpfte. Da er selbst Isolde heiraten wollte, köpfte er den toten Drachen und hielt mit dem Drachenkopf als Beweis um Isoldes Hand an. Dies überraschte die meisten, da der Seneschall als Feigling bekannt war. Auch Isolde glaubte ihm nicht und beschloss zusammen mit ihrer Mutter, den echten Drachentöter zu finden, da sie den Seneschall nicht heiraten wollte.

Kurz nachdem die beiden Frauen den toten Drachen gefunden hatten, fanden sie auch den bewusstlosen Tristan, der ihnen noch immer als Tantris bekannt war. Zurück im Schloss heilten sie ihn und fanden dabei auch die Zunge des Drachen, welche an seiner Bewusstlosigkeit Schuld war.

Als Tristan und die beiden Frauen vor dem König die Behauptung des Seneschalls in Frage stellten, forderte dieser Tristan zu einem Duell um Isoldes Hand heraus. Da die Königin sich auf die Seite von Tristan gestellt hatte, würde sie, sofern dieser nicht zum Duell auftaucht, selbst mit ihrem Leben bezahlen.

Am gleichen Abend reinigte Prinzessin Isolde Tristans Schwert und erkannte, dass eine Scharte darin genau auf den Splitter passte, den ihre Mutter in Morholts Leiche gefunden hatte. Sie schloss daraus, dass Tantris in Wahrheit Tristan, der Mörder ihres Onkels war, und beschloss ihn zu rächen, indem sie ihn mit seinem eigenen Schwert erstach. Tristan konnte sie jedoch davon abhalten, da im Fall seiner Abwesenheit vom Duell ihre Mutter sterben und sie selbst den Seneschall heiraten müsse. Isolde vergab Tristan und weihte ihre Mutter ein.

Am nächsten Tag zeigte Tristan die Zunge des Drachen als Beweis vor. Da diese aus dem vom Seneschall gebrachten Kopf fehlte, konnte er damit beweisen, dass er selbst der Drachentöter war. Der Betrüger floh, und Tristans Identität wurde auch dem König preisgegeben. Da der Drachentöter das Volk von Irland vor dem Drachen gerettet hatte, entschloss sich auch der König, Tristan zu vergeben.

QuellenBearbeiten

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