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Ortnit

Ortnit reitet gegen zwei Drachen - Darstellung aus der Heidelberger Handschrift

Ortnit ist ein Drachentöter aus einer niederdeutschen Sage, die später in das Epos von Wolfdietrich eingebunden wurde.

Ortnit war der König des Lampartenlandes, der die Tochter des Königs Machorel für sich gewinnen wollte. Seine Mutter riet ihm, in den Bergen Hilfe zu suchen, bevor er sich zur Burg Machorels aufmacht, und gab ihm einen Ringe. In den Bergen traf er den Zwerg Alberich, der sich als sein Vater herausstellte. Alberich stattete seinen Sohn mit einer goldenen, mit Drachenblut gehärteten Rüstung und dem Schwert Rose aus, welches sogar Steine und Drachenhaut durchdringen konnte. Danach half er Ortnit, die Königstochter zu entführen, während er selbst durch eine Tarnkappe unsichtbar war.

Zurück im Lampartenland erhielt Ortnit von einem Boten Machorels ein Paket, welches Eier enthielt. Aus diesen Eiern sollen Echsen schlüpfen, die Edelsteine in sich tragen. Ortnit lässt die Tiere in den Bergen von einem Jäger großziehen, und sie stellen sich als Drachen heraus. Als die Drachen zur Plage werden, zieht er los, um sie zu töten. Er nimmt den Ring mit und gebietet seiner Frau, nur dem zu vertrauen, der diesen Ring trägt. Entgegen Alberichs Warnung schläft er jedoch in den Bergen ein und wird von einem Drachen seinen Jungen zum Fraß vorgeworfen.

Wolfdietrich tötete später den Drachen, raubte die Rüstung und heiratete Ortnits Witwe. Die Rüstung wurde später von Ecke getragen, als dieser Dietrich von Bern zu Königin Seburg bringen sollte.

QuellenBearbeiten

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