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Der Mexikanische Amphithere ist eine Drachenart aus den Dragonology-Büchern von Dr. Ernest Drake. Es handelt sich um eine geflügelte Schlange mit schillernden, grünen Federn, und ist laut Dr. Drake das reale Vorbild für den aztekischen Gott Quetzalcoatl. Im Gegensatz zum nahe verwandten Mottendrachen besitzt sie vogelartige Flügel[1].

Die Zunge dieser Drachen ist fast 2m lang, kann aber in der Kehle zusammengerollt werden. Der Ruf der Amphithere klingt ähnlich dem eines Papageis[2].

Das normalerweise leuchtend grüne Gefieder wird in der Paarungszeit farbenfroher, dann werden die Flügel lila und Mähne und Schwanzfedern golden. Nach der Paarung legt das Weibchen drei Eier in ein Nest nahe des Wassers. Die Eier schwimmen auf dem Wasser, was das Überleben der Jungtiere begünstigt. Frisch geschlüpfte Küken haben noch keine Flügel, diese wachsen erst nach knapp 3 Jahren[2].

EvolutionBearbeiten

Laut Dr. Drake stammen die heutigen Amphitheren von wyvernartigen Vorfahren mit Beinen ab, haben diese Beine jedoch im Laufe der Evolution verloren. Am Boden bewegen sie sich kriechend wie Schlangen fort[1].

Dr. Drake beschreibt jedoch auch, dass die Phönixe (er rechnet auch Archeopteryx dazu) von den Amphitheren abstammen und die Amphitheren dadurch die Vorfahren der heutigen Vögel sind, was nach heutigem Kenntnisstand eindeutig falsch ist[1].

Ähnliche BeschreibungenBearbeiten

AD&D-Couatl

Couatl aus Dungeons & Dragons

Darstellungen von mittel- oder südamerikanischen gefiederten, geflügelten Schlangen mit Bezug auf Quetzalcoatl gibt es auch in anderen Fantasy-Werken und sogar in der Kryptozoologie.

Beeinflusst wurden diese vermutlich durch die Couatl aus Dungeons & Dragons[3], jedoch scheint auch Drakes Darstellung des mexikanischen Amphithere dazu beigetragen zu haben, vor allem durch die Bezeichnung als "Amphithere", was zuvor geflügelte Schlangen der britischen Heraldik und eine Schlange aus einer britischen Sage beschrieb.

Ein Beispiel dafür ist z.B. William O'Connors Coatyl, der sich von Drakes Amphithere nur durch das buntere Gefieder unterscheidet[4].

Dale A. Drinnon vermutet, dass derartige Sichtungen auf Schlangenhalsvögel zurückgehen. Diese Vögel besitzen lange, bewegliche Hälse und könnten so wirklich für geflügelte Schlangen gehalten werden[5].

GalerieBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Dr. Ernest Drake (2004), Expedition in die geheime Welt der Drachen, arsEdition, ISBN 978-3-7607-4818-4
  2. 2,0 2,1 Dr. Ernest Drake (2008), Das große Buch der Drachologie, ISBN 978-3760732671
  3. Gary Gygax, Brian Blume (1976), Eldritch Wizardry, TSR, Inc.
  4. William O'Connor (2009), Dracopedia: A Guide to Drawing the Dragons of the World, IMPACT, ISBN 978-1600613159
  5. Frontiers of Zoology: Amphitheres=Anhingas in the New World