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Der Lindwurm vom Goggausee ist eine Drachensage aus Kärnten. Sie erzählt, dass ein siebenjähriger Hahn einst ein rotes Ei in einen Misthaufen legte, aus welchem nach drei Jahren ein Lindwurm schlüpfte. Der Wurm wuchs schnell heran und fraß das Vieh der Bauern in der Gegend, weshalb diese Pläne schmiedeten, um das Tier zu erlegen.

Ein Hexer, der in der Gegend lebte, hatte die rettende Idee. Er versteckte einen giftigen schwarzen Klumpen in einem Heufuder, und spannte zwei Ochsen vor das Gerät. Da es jedoch niemand wagte, den Wagen zu dem Drachen zu lenken, wurde ein geistig behinderter Knecht mit dem Wagen losgeschickt. Diesen Knecht nannte man den Goggau-Togger. Als der Knecht das Gefährt nun am Goggausee vorbeiführte, sprang der Lindwurm heraus und verschlang es mitsamt dem Knecht und den Ochsen. Kurze Zeit darauf verendete er an dem Gift.

Diese Geschichte ist insofern bemerkenswert, dass der Drachentöter hier kein Ritter ist, sondern ein Hexer, also jemand, der in der Folklore für gewöhnlich, wie der Drache, als Bösewicht auftaucht. Entsprechend wird hier auch der Drache durch Gift getötet, während das Gift in anderen Sagen die Waffe des Drachen ist.

Parallelen zum Basilisken-Mythos finden sich in der Entstehungsgeschichte des Drachen, da auch Basilisken aus den Eiern siebenjähriger Hähne schlüpfen sollen.

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