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Longwang
Die Drachenkönige (chin. 龍王, Lóng Wáng, jap. 龍王 oder 竜王, ryūō), auch Drachengötter (chin. 龙神, Lóngshén) sind in der chinesischen Mythologie Meeres-Gottheiten in der Gestalt von Lóng-Drachen, können jedoch auch als Wasserhosen oder Menschen mit Drachenkopf erscheinen. Sie leben in unterseeischen Palästen und befehligen Armeen von Meerestieren. Jedoch kontrollieren sie nicht nur das Meer, sondern Wasser im Allgemeinen, weshalb sie auch das Wetter beeinflussen können.

Ein sehr bekannter Drachenkönig ist Huáng Lóng, der Gelbe Drache. In der japanischen Mythologie gibt es außerdem Zennyo Ryūō, der für den Regen zuständig ist.

Drachenkönige der vier MeereBearbeiten

Die höchsten Drachenkönige sind die Drachenkönige der vier Meere (chin. 四海龙王, Sìhǎi Lóngwáng). Ao Guang ist der Mächtigste und ihr Anführer, er hat einen Palast im Ostmeer. Der Palast wird bewacht von Krabben und Garnelen.

Die Einteilung der Könige ist folgendermaßen:

Name Titel Himmelsrichtung Jahreszeit Meer
敖光 Ao Guang 青龍 Qīnglóng (Blaugrüner Drache) oder
蒼龍 Cānglóng (Grüner Drache)
Osten Frühling Ostchinesisches Meer
敖顺 Ao Shun oder 敖明 Ao Ming 黑龍 Hēilóng (Schwarzer Drache) Norden Winter Baikalsee
敖閏 Ao Run, 敖君 Ao Jun oder 敖吉 Ao Ji 白龍 Báilóng (Weißer Drache) Westen Herbst Qinghai-See
敖欽, Ao Qin 赤龍 Chìlóng oder
朱龍 Zhūlóng (Roter Drache)
Süden Sommer Südchinesisches Meer

Der Namensteil Ao (敖) bedeutet so viel wie stolz oder spielend, der Ursprung ist unbekannt.

Die Drachenkönige werden noch heute in China angebetet. Ihnen geweihte Tempel findet man überall in China, und einen in Oregon.

In Japan heissen die Drachenkönige Sui-Ryu, Han-Ryu, Ka-Ryu und Ri-Ryu.

Die vier FlüsseBearbeiten

Laut einer chinesischen Legende gab es in China einst keine Flüsse, weshalb die Menschen vom Regen abhängig waren. Während dieser Zeit spielten die vier Drachenkönige (nach dieser Legende der Perlendrache, der Schwarze Drache, der Lange Drache und der Gelbe Drache) in den Wolken, als der Perlendrache bemerkte, dass auf der Erde viele Menschen für Regen beteten, da ihre Ernte vertrocknete.

Deshalb gingen die Drachen zum Kaiser des Himmels und baten ihn um Regen für die Menschen, da er selbst sich nicht um die Menschen kümmerte. Die Drachen glaubten, dass der Kaiser ihre Bitten erhört hatte, und kehren zu ihrem Spiel in den Wolken zurück.

Kurze Zeit später hörten die Drachen wieder die verzweifelten Schreie der Menschen, die noch immer am verhungern waren, da noch immer kein Regen gefallen war.

Die Drachen beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, und sogen so viel Wasser auf wie sie konnten, um es über dem Land auszuspeien und es regnen zu lassen. Die Pflanzen wuchsen und brachten den Menschen reiche Ernte.

Der Himmelskaiser jedoch war erzürnt über den Ungehorsam der Drachen. Er wies den Gott der Berge an, seine Berge in den Himmel zu heben und die Drachen darunter zu zerquetschen. Der Gott der Berge gehorchte und tötete die Drachen, jedoch fielen dabei die Organe der Drachen aus dem Himmel auf die Erde und wurden zu Flüssen und Seen.

Jedem der vier Drachen wurde daraufhin einer der vier großen Flüsse Chinas, die auf diese Weise entstanden waren, zugewiesen und nach ihm benannt. Nach dem Schwarzen Drachen wurde der Amur, auch Hēilóng Jiāng (Schwarzer Drachenfluss) benannt, nach dem Perlendrachen der Perlfluss, nach dem Langen Drachen der Jangtsekiang (chin. Langer Fluss) und nach dem Gelben Drachen der Gelbe Fluss.

QuellenBearbeiten

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