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Komodowaran

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Der Drache von Komodo (Varanus komodoensis) ist die größte lebende Waran-Art. Laut einer Legende ist der Komodo-Waran eine sieben Meter lange, Feuer speiende Bestie, doch Wissenschaftler haben herausgefunden, dass er im Durchschnitt nur 1,90 m misst und nicht sein Feuer, sondern sein giftiger Biss so gefährlich ist. Vermutlich sind sie der Ursprung der bekannten Phrase "Hic sunt dracones" (Hier leben Drachen).

Es wird angenommen, dass es nur noch zwischen 3000 und 4000 lebende Komodowarane gibt. Auf der Roten Liste wird der Komodowaran als "gefährdet" gelistet.

Allgemeines Bearbeiten

Merkmale Bearbeiten

Komodowarane sind große, stämmige Echsen mit einem breiten Schädel. Der Schwanz macht etwa die Hälfte der Körperlänge aus. Die Beine sind seitlich vom Körper abgespreizt und enden in einem Fuß mit fünf Zehen, welche mit scharfen, gekrümmten Krallen versehen sind. Die Haut des Komodowarans ist schuppig und wirft am Hals und an den Beinen sackartige Falten. Junge Komodowarane sind schlanker und haben einen längeren Schwanz.

Mit einer Länge von bis zu 3 Metern (das größte Bekannte Exemplar war 3,04m lang) und einem Gewicht von bis zu 166 kg sind Komodowarane die größten bekannten Echsen, auch wenn Kryptozoologen vermuten, dass es noch größere gibt. Männchen sind in der Regel etwas größer als Weibchen. In der Länge werden die Komodowarane übrigens von den Bindenwaranen übertroffen, bei denen das größte bekannte Exemplar 3,21m lang ist.

Der Komodowaran hat etwa 60 Zähne, die etwa 2cm lang sind. Diese wachsen bis zu vier mal nach. Die Zunge des Komododrachen ist gespalten, mit ihr kann er etwa zehn Kilometer weit "riechen".

Komodowarane sind braun gefärbt, mit einer helleren Unterseite und gelben Augenliedern. Jungtiere sind fast grün mit dunkleren Beinen, ihre Haut ist gepunktet.

Verhalten Bearbeiten

Der Tagesablauf eines Komodowarans besteht vor allem aus Fressen und Schlafen. Auf Nahrungssuche läuft ein Komodowaran täglich eine Strecke zwischen 400 und 900 m. Der Komododrache kann bis zu 20 km/h schnell werden, im Durchschnitt berägt seine Geschwindigkeit aber nur 4,8 km/h. Der Waran ist tagaktiv und schläft nachts in einem Versteck, das eine selbstgegrabene Kuhle, Gestrüpp oder auch die Höhle eines anderen Tieres sein kann.

Während junge Exemplare ziellos durch die Gegend streifen, beanspruchen ausgewachsene Komodowarane ein Territorium für sich, welches sich aber mit den Territorien von anderen Komodowaranen überschneidet. Wenn sich mehrere Komodowarane begegnen, was meist an Kadavern geschiet, machen sie untereinander eine Hierarchie aus. An den selben Kadavern treffen in der Regel auch paarungsbereite Warane aufeinander.

Komodowarane werden erst mit etwa zehn Jahren geschlechtsreif. Die Männchen umwerben die Weibchen, indem sie sie bezüngeln. Die Paarung gelingt dann meist erst nach mehreren Anläufen. Das Weibchen legt etwa 20 Eier, die es eingräbt und dann verlässt. Nach acht Monaten schlüpfen dann die Jungen, die im Duchschnitt 23 cm lang sind. Sie müssen sich schnell davon machen, denn nicht selten kommt es vor, dass die Eltern ihre eigenen Kinder fressen. Junge Komodowarane sind ausgezeichnete Kletterer.

Weibliche Komodowarane haben die Fähigkeit, ohne Befruchtung Junge auf die Welt zu bringen. Diese sind dann allerdings immer männlich.

Komododrachen können bis zu 30 Jahre alt werden.

Ernährung Bearbeiten

Komodowarane sind, anders als manche ihrer kleineren Verwandten, ausschließlich Fleischfresser. Sie fressen alles Lebendige, selbst ihre eigenen Artgenossen. Jungtiere fressen vor allem Insekten und Echsen, wenn sie älter werden ernähren sie sich primär von Nagetieren und Vögeln, und ausgewachsene Komodowarene fressen überwiegend Wirbeltiere, aber auch Aas, welches sie mit ihrem hervorragenden Geruchssinn schon von weitem riechen können. Ein Komododrache kann bis zu 80% seines eigenen Körpergewichts bei einer Mahlzeit aufnehmen.

Die Beute der adulten Komodowarane besteht überwiegend aus Säugetieren wie Hirschen oder Schweinen, jedoch wird vermutet, dass einst die heute ausgestorbenen Zwergelefanten die Hauptbeute waren. Komodowarane lauern ihrer Beute auf und bringen sie dann um, indem sie tiefe Wunden beissen oder die Eingeweide herausreißen, so dass diese verblutet. Wenn ein Tier entkommen kann, verendet es später meist durch das Gift, welches Komodowarane in speziellen Giftdrüsen besitzen.

Früher wurde vermutet, dass Komododrachen ihre Beute durch ihren mit Bakterien durchsetzten Speichel töten, was aber inzwischen widerlegt wurde. Heute weiß man, dass die Giftdrüsen bei der Tötung der Beute eine weit größere Rolle spielen.

Komodowarane und Menschen Bearbeiten

Die ersten Siedler von Komodo nannten den Komodowaran "Landkrokodil", da sie dachten, es handle sich um ein Krokodil. Anhand eines Fotos fanden Forscher jedoch schnell heraus, dass es sich um große Warane handelt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurden sie erst im Jahre 1912 von P. A. Ouwens, der vier Exemplare einfing.

Komodowarane sind berüchtigt dafür, dass sie gelegentlich Kinder töten und fressen, was jedoch pure Übertreibung ist. Angriffe dieser Art fanden sehr selten statt, meistens wegen unvorsichtigem Verhalten der Menschen den Waranen gegenüber. Wissenschaftler vermuten aber, dass es in Zukunft mehr Angriffe von Komodowaranen auf Menschen geben wird, da diese mehr und mehr in das Gebiet der "Letzten Drachen" eindringen, es zerstören und ihnen die Beute wegfangen.

In ihrer Heimat werden die Komodowarane nicht sehr geschätzt, da sie oft Nutztiere reißen und gelegentlich auch Leichen ausgraben. Andererseits werden durch die Komodowarane auch viele Touristen auf die Kleinen Sundainseln gelockt, die viel Geld ausgeben, um diese Warane sehen zu können. Man kann die Warane nur in Begleitung eines Führers besichtigen, der das richtige Verhalten gegenüber den Tieren und ihre bevorzugten Aufenthaltsplätze kennt.

Komodowarane gelten, wie alle Warane, als sehr klug, so können sie z.B. ihren Zoopfleger von anderen Menschen unterscheiden und bis sechs zählen.

Verwandte Arten Bearbeiten

Komodowarane sind nahe mit den australischen Buntwaranen und dem neuguineanischen Papuawaran (gelegentlich als Baumkrokodil bezeichnet) verwandt.

Verwandte Arten in der Kryptozoologie Bearbeiten

Auf einigen Nachbarinseln von Komodo sollen sogenannte Gelbe Drachen leben, riesige Warane. Angeblich werden sie sie noch größer als ihre Verwandten. Beschrieben werden diese Echsen als riesige, fleischfressende, gelbe Drachen.

Auch der gigantische, ausgestorbene Waran Megalania, welcher mit dem Komodowaran verwandt ist, wird von Kryptozoologen gesucht.

Eine weitere große Waran-Art aus der Kryptozoologie ist der Buru.

QuellenBearbeiten

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