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St. Romain und die Gargouille

In der Seine nahe Rouen lebte eine Wasserschlange, die als Gargouille (franz. Gurgler/Wasserspeier) bezeichnet wurde. Sie sollte nicht mit den Gargoyles verwechselt werden, einer Bezeichnung für dämonenförmige Wasserspeier, welche in der Fantasy oft als Drachen oder Dämonen auftauchen. Gargouille spuckte Wasser und überschwemmte angeblich die Region, bis sie vom heiligen Romanus gebändigt wurde. Die Art, wie dieser sie gebändigt haben soll, ist identisch mit der Bändigung der Tarasque.

AussehenBearbeiten

Die Gargouille soll einen langen Nacken, eine schlanke Schnauze, "Augen wie Mondsteine" (Meteoriten) und einen großen Kopf gehabt haben.

Der Kopf und Nacken wurden in Frankreich populäre Motive für Abwasserrohre; siehe Gargoyle.

LegendeBearbeiten

St-romain-mit-gargouille.jpg

Statue des heiligen Romanus

Nach der französischen Erzählung lebte dieses Ungeheuer in einer Höhle im Forêt du Rouvray, attackierte die Stadt von der Seine aus und fraß sowohl Menschen als auch Tiere.

Der Erzbischof von Rouen des siebten Jahrhunderts, St. Romain (Romanus), lässt mit der Unterstützung eines Diebes, der jedoch flieht, und eines zum Tode verurteilten Mörders, der später die Absolution erhält, das Gebiet um die Gargouille räumen. Er soll auch erst so zum Bischof der Stadt geworden sein. Der Heilige geht, die Stola um den Hals, zur Gargouille und zähmt sie, indem er zwei Finger kreuzförmig übereinander legt. Das unterwürfige Monster wird in die Stadt geführt und öffentlich verbrannt.

Nach einer anderen Erzählung führt der Bischof über mehrere Stunden einen Exorzismus durch und bringt die Gargouille, die Feuer speien kann und einmal im Jahr von den Dorfbewohnern einen Verurteilten bekommt, aber unschuldige Jungfrauen vorzieht, an einer Leine zurück. Bei der Verbrennung sollen Kopf und Nacken übrig geblieben sein, da sie an das Feuer(speien) gewöhnt waren.

WeiteresBearbeiten

Es wird behauptet, dass die Gargouille namensgebend für das Wort Gargouille (zu Englisch Gargoyle, zu Deutsch Wasserspeier) war, und den Wasserspeiern sowohl ihre Form, als auch den Wasser speienden Aspekt gab.

Das altfranzösische Wort für Hals ist gargouille und ist verwandt mit dem Wort für gurgeln.

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