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Echidna (griechisch: Ἔχιδνα) ist eine Drakaina und ein sagenumwobenes Ungeheuer aus der griechischen Mythologie. Sie war halb schönäugiges Mädchen, halb grausige Schlange, und lebt in einer Höhle, von der aus sie Wanderer angreift.

Anscheinend war sie aber nicht nur ein furchtbares, sondern auch ein fruchtbares Ungeheuer. Typhon – den Gaia von Tartaros empfangen hatte, um sich an Zeus zu rächen – schloss eine Ehe mit ihr und zeugte eine Menge Ungeheuer (unter anderen war sie die Mutter der Sphinx, des Zerberos, der Chimäre und der Hydra).

Echidna wurde von Hesiod als unsterblich beschrieben. Dennoch soll sie laut Pseudo-Apollodorus durch den hundertäugigen Riesen Argos Panoptes zu Tode gekommen sein, als sie in ihrer Höhle schlief. Einigen Autoren zufolge handelte es sich bei der Echidna, die Argos erschlug, jedoch um eine andere Drakaina namens Echidna Argia.

Ähnliche KreaturenBearbeiten

Einigen Quellen zufolge war die Drakaina Skythia (Skythische Drakaina), teilweise auch Echidna genannt, mit der Herakles drei Söhne hatte, mit Echidna identisch. Jedenfalls soll auch diese Frau zur Hälfte Schlange gewesen sein. Sie stahl einst die Pferde des Herakles und gab sie ihm nur zurück, nachdem er mit ihr geschlafen hatte. Die Söhne werden Dracontidae genannt und sollen die Ahnen des Hauses Cadmus und der Stämme der Skythen und Agathyrsen sein.

Die Viper in den apokryphen Acta Philippi wird ebenfalls als Drakaina und Mutter der Schlangen bezeichnet und Echidna genannt. Im Gegensatz zur Echidna der griechischen Mythen lebte sie in einem Tempel, von wo sie über Drachen und Menschen herrschte und von diesen angebetet wurde. Durch einen von Philip ausgesprochenen Fluch wurde sie vom Erdboden verschlungen. Ob sie mit der griechischen Echidna identisch ist, ist unbekannt.

In der Naturwissenschaft bezeichnet Echidna die Gattung der Schnabeligel.

In der PopulärkulturBearbeiten

  • Im Computerspiel The Witcher 3 taucht eine Monsterart namens Ekhidna auf. Anders als in den realen Mythen ist diese jedoch eine Unterart der ebenfalls im Spiel vorkommenden Sirenen und hat wie diese flossenartige Schwingen und die Macht, ihre furchterregenden fischartigen Gesichter mittels Illusionen in attraktive Jungfrauen zu verwandeln. Eine sehr alte Ekhidna namens Melusine lebt auf der Insel Spiekeroog, wo sie teils als Gottheit verehrt wird (eine Anspielung auf die mögliche reale Abstammung von dem Gott Hades).

QuellenBearbeiten

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