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Wasserfall am Tatzlwurm.JPG

Tatzelwurm-Wasserfall

Der Begriff Drachenort bezeichnet einen Ort, an dem ein Drache lebt oder lebte. An solchen Orten haben sich meist Drachengeschichten erhalten.

Orte, an denen der Sage nach ein Drache gelebt haben soll und/oder besiegt wurde:

AfrikaBearbeiten

NamibiaBearbeiten

  • Dragon's Breath Hole (dt. Drachenhauchloch) in den Otavibergen bei Grootfontein: Der aus dem unterirdischen See aufsteigende Dampf erinnert an den Hauch eines Drachen.

Südafrika und LesothoBearbeiten

  • Drakensberge (dt. Drachenberge) an der Grenze zwischen KwaZulu-Natal und Lesotho: Niederländische Siedler gaben dem Gebirge den Namen, möglicherweise weil die zackigen Berggipfel an einen Drachenrücken erinnern, aufgrund von Fossilfunden oder in Anlehnung an regionale Legenden[1].

AsienBearbeiten

ChinaBearbeiten

  • Anshun, Guizhou-Provinz: Der Legende nach werden Karpfen, die über den Drachentor-Wasserfall (chin. 龙门飞瀑, Lóngmén Fēi Pù) springen, zu Drachen. Davon handelt auch das Sprichwort Liyu tiao longmen.

EuropaBearbeiten

BelgienBearbeiten

  • Mons in Hennegau: Jedes Jahr am Trinitäts-Sonntag wird im Zuge des Ducasse de Mons Volksfestes der Drachenkampf von St. Georg nachgestellt.

DeutschlandBearbeiten

  • Desenberg in Nordrhein-Westfalen: Der Begründer des Geschlechts von Spiegel tötet einen Drachen mithilfe dreier in den Schild eingelassenen Spiegel.
  • Drachenfels im Siebengebirge am Rhein: Der Ort der Tötung Fafnirs durch Siegfried.
  • Drachenschlucht in Thüringen: Angeblicher Ort des Drachenkampfes des Heiligen Georg. Ein Brunnen im nahen Eisenach erinnert daran.
  • Furth im Wald in Bayern: Hier wird jährlich das bekannte Volksschauspiel Further Drachenstich gefeiert.
  • Geldern in Nordrhein-Westfalen: Wichard und Lupold von Pont besiegten den Feuer speienden Drachen von Geldern.
  • Kürbitz im Vogtland in Sachsen: Die Sage berichtet von einem Drachen oder Lindwurm in der Nähe des Dorfes, der von einem Ritter getötet wurde, welcher dabei sein eigenes Leben verlor und in der Kirche des Ortes beigesetzt worden sein soll. Siehe Lindwurm zu Kürbitz.
  • München in Bayern: Das Wurmeck des alten Rathauses erinnert an das Töten eines Drachen während einer Pest-Epidemie.
  • Schöten bei Apolda in Thüringen: Der Knappe Veit erschlägt die Lindwürmer und lässt deren Sümpfe zuschütten, dafür erhält er die Tochter des Grafen zur Frau und gründet das Geschlecht derer zu Vitzthum.
  • Schlotzau in Hessen: In der Lindwurmskaute soll einst ein Drache gehaust haben, der vom Ritter Siegfried erlegt wurde.
  • Schwarzenberg im Erzgebirge: Sankt Georg tötete den Drachen, der am Totenstein lebte.
  • Syrau im Vogtland in Sachsen: Ein Bauer tötete der Sage nach den Lindwurm oder Drachen im Syrauer Wald, der nach Menschenopfern aus dem Dorfe verlangte. Dieser besagte Ort außerhalb des Dorfes trägt heute noch die alte Flurbezeichnung „Drachenburg“, außerdem liegt dort die Drachenhöhle Syrau.
  • Untersberg, Berchtesgadener Alpen in Bayern: Das Drachenloch ist ein 1935 zusammengebrochenes natürliches Steintor

FrankreichBearbeiten

  • Beaucaire in der Provence: Der Drac entführte eine Wäscherin.
  • Élorn in der Bretagne: In diesem Küstenfluss lebte ein Drache.
  • Metz in Grand Est: Bischof Clemens von Metz befreite die Stadt vom Drachen Graoully.
  • Paris: Bischof Marcellus von Paris zähmte einen Drachen und führte ihn aus der Stadt.
  • Rouen in der Normandie: Erzbischof Romanus bändigte die Gargouille, die in der Seine lebte.
  • Tarascon in der Provence: Die Heilige Martha von Bethanien zähmte die Tarasque.

GriechenlandBearbeiten

  • Rhodos: Dieudonné de Gozon vom Johanniterorden tötet 1332 den Drachen von Rhodos

GroßbritannienBearbeiten

  • Anwick in Lincolnshire: Pflug und Pferde eines Farmers versinken im Feld, kurz darauf erscheint aus dem Boden ein Drache. Der Schatz des Drachen soll unter den Drake Stones liegen.
  • Brent Pelham in Hertfordshire: Ein Riese tötet des Teufels Drachen, das Grab des Riesen, Piers' Tomb, erinnert noch heute daran.
  • Burley in New Hampshire: Sir Maurice Berkeley tötet den Bisterne Dragon
  • Carhampton in Somerset: St. Carantoc zähmt den Carhampton Dragon im Auftrag von König Artus
  • Deerhurst Walton in Gloucestershire: Ein Bauer enthauptet den Deerhurst Dragon, der die Jungfrauen des Dorfes fraß.
  • Dornoch in Sutherland, Schottland: Bischof Gilbert erlegt den Drachen Dhu Guische mit Pfeilen.
  • Dragonby in Northlincolnshire: Ein Zauberer verwandelte einen Drachen in einen Felsen, den Dragonby Dragon.
  • Drakelow in Derbyshire: Der Name der Stadt bedeutet "Drachenhügel".
  • Handale, North Yorkshire: Die Handale Serpent verschlingt Jungfrauen, bis der junge Scaw sie tötet.
  • Henham in Essex: Einige Dorfbewohner vertreiben die Amphitere, eine Geflügelte Schlange.
  • Hutton Rudby, North Yorkshire: Eine Darstellung an der Kirche erinnert noch heute an den Hutton Rudby Dragon, der dort getötet wurde.
  • Lambton, Durham: John Lambton angelt ein Drachenjunges, welches zum Lambton Worm heranwächst und das Dorf bedroht.
  • Longwitton, Northumberland: Sir Guy von Warwick tötet den Dragon of Longwitton.
  • Mordiford in Herefordshire: Das Mädchen Maud findet einen jungen Wyvern und zieht ihn auf.
  • Slingsby, North Yorkshire: Sir William Wyvill und sein Hund erlegen die Slingsby Serpent. Das angebliche Graf Wyvills ist noch heute zu sehen.
  • Sockburn, Durham: Das Schwert, mit welchem der Sockburn Worm getötet wurde, ist noch heute in der Kathedrale ausgestellt.
  • South Downs in Sussex: Der Drache Knucker lebte in den Quellteichen der South Downs.
  • St Leonard's Forest in Sussex: Der heilige Leonard tötet einen Drachen. 1614 wird ein weiterer Drache getötet.
  • Wales: Ein roter Drache diente Merlin zur Vorhersage der walisischen Zukunft, siehe Cyfranc Lludd a Llefelys.
  • Wantley, South Yorkshire: Ritter Moore von Moore Hall tötet den Drachen von Wantley mit einem Tritt zwischen die Beine.
  • Wells, Somerset: Bischof Jocelyn tötet einen Drachen, der alle 50 Jahre droht, zurückzukehren, wenn die Menschen ihn vergessen. Ihn zu Ehren wird alle 50 Jahre ein Festspiel gefeiert.
  • Whitby, North Yorkshire: Bauarbeiten zu einem Kloster erwecken den Whitby Wyrm, der das Bauprojekt niederzubrennen droht. Bis zur Auflösung des Klosters im 17. Jahrhundert kehrte der Drache alle sieben Jahre zurück, um das Kloster zu vernichten.
  • Gower, Wales: Die Insel Worm’s Head hat ihren Namen von der charakteristischen Form, die an einen Drachenkopf erinnert.

ItalienBearbeiten

  • Wolkenstein, Südtirol: Der See Lech dl Dragon hat seinen Namen von den unheimlichen Geräuschen, die man in der Gegend oft hört. Der Legende nach werden diese vom Flug eines Drachen ausgelöst.

NiederlandeBearbeiten

  • Besel in Limburg: Jährlich wird im Zuge einer Prozession die Legende des Heiligen Georg nachgestellt und ein Drache gestochen.

ÖsterreichBearbeiten

  • Drachenwand in den Salzkammergut-Bergen: Der Teufel entführt eine Köchin, da sie dem Pfarrer verwässerte Milch serviert hatte, kommt vom Kurs ab und kracht in die Wand. Dadurch entsteht das so genannte "Drachenloch".
  • Grödig in Salzburg: eine Siedlung heißt Drachenloch
  • Innsbruck in Tirol: In der Sillschlucht soll ein Lindwurm gehaust haben, der das Stift Wilten bedroht hat und vom Riesen Haymon (dem Gründer des Stifts) erschlagen worden ist.
  • Klagenfurt in Kärnten: Ein Drache, der im Sumpf lebte, wurde getötet; siehe Lindwurmbrunnen.
  • Mixnitz in der Steiermark: In der Drachenhöhle wurden Knochen von Höhlenbären gefunden und für Drachenknochen gehalten.
  • Reutte in Tirol: der Mangtritt erinnert an die Sage von St. Mang und dem Drachen
  • Wien: Ein Hausschild in der Singerstraße zeigt die Heilige Maria und einen Drachen, jedoch ist keine Legende überliefert.

PolenBearbeiten

  • Krakau in Kleinpolen: Der Stadtgründer Krak tötete den Drachen Smok Wawelski; es gibt eine Drachenhöhle.

SchweizBearbeiten

  • Aareschlucht in Bern: Laut dem Naturforscher Samuel Studer soll hier "eine Art von Schlange mit einem fast runden Kopf und mit kurzen Füssen" leben. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Tatzelwurm. 1935 will ein russischer Fotograph hier einen Tatzelwurm fotografiet haben.
  • Burgdorf in Bern: Zwei Brüder finden eine Höhle namens Drachenloch im Wald und werden von einem Drachen angegriffen.
  • Luzern: Auf dem Pilatusberg lebten heilbringende Drachen.
  • St. Josefen in Sankt Gallen: Eine kleine Schlucht heißt Drachenloch
  • Thunersee im Berner Oberland: Der „Apostel der Schweiz“ Beatus hat den hier lebenden Drachen bekämpft.
  • Vättis in Sankt Gallen: Im Drachenloch am Drachenberg wurden Höhlenbären-Knochen für Drachenknochen gehalten.

SlowakeiBearbeiten

  • Demänovská Dolina in der Niederen Tatra: In der Demänováer Eishöhle werden Höhlenbären-Knochen gefunden, die Franz Ernst Brückmann 1739 als Drachenknochen beschreibt.

SlowenienBearbeiten

  • Ljubljana in Zentralslowenien: Iason soll einen Drachen erschlagen haben, daran erinnert noch heute die Drachenbrücke und das Stadtwappen.

SpanienBearbeiten

  • Mallorca: In den Coves del Drac (kastilisch Cuevas del Drach, dt.: Drachenhöhlen) sollen je nach Quelle die Tempelritter oder Piraten einem Drachen ihre Schätze anvertraut haben, die dieser seitdem bewacht.

UkraineBearbeiten

  • Lemberg: Ein Drache wurde vom Stadtgründer Fürst Lew erschlagen.

NordamerikaBearbeiten

USABearbeiten

  • Alton, Illinois: Ein Gemälde über dem Mississippi-Fluss soll einst den Drachen Piasa gezeigt haben.

QuellenBearbeiten

  1. VisitAfricaNow.com: uKhahlamba-Drakensberg Park