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Drachenhöhle1

Schädel eines Höhlenbären aus der Drachenhöhle

Die Drachenhöhle ist eine Höhle in der Nähe der Ortschaft Mixnitz in der Gemeinde Pernegg an der Mur in der Steiermark. Sie wurde während der Warmphase Würm-Eiszeit von Menschen bewohnt, deren Werkzeuge und Feuerstellen dort gefunden wurden. Außerdem ist sie der Fundort zahlreicher Überreste von Höhlenbären, die für Drachenknochen gehalten wurden, was ihr den Namen einbrachte.

Drachentöter von MixnitzBearbeiten

Eine Sage berichtet von einem Drachen, der in der Höhle gelebt haben soll. Der Drache glich einer gigantischen Schlange, hatte jedoch einen gepanzerten Rücken, krallenbewehrte Flügel und vier Beine und konnte Feuer speien. Er richtete viel Schaden in der Umgebung an und tötete Menschen und Vieh.

Nachdem der Drache zwei Rinder und einen Hirtenjungen eines Bauern, der bei Pernegg einen Meierhof besaß, gefressen hatte, versprach der Bauer demjenigen, der die Gegend von dem Untier befreien konnte, eine große Belohnung. Daraufhin kamen viele, um sich den Drachen zu stellen.

Einige wurden bereits durch das Brüllen oder den Anblick des Drachen vertrieben, während andere gerade noch mit dem Leben davonkamen, nachdem sie es mit dem Untier aufgenommen hatten. Manche fanden auch den Tod im Rachen der Kreatur. Doch niemandem gelang es, den Drachen zu töten oder zu vertreiben, und er trieb weiter sein Unwesen und vertrieb damit auch die Mägde und Knechte des Bauern.

Der Ziehsohn des Bauern beschloss, den Drachen zu erlegen. Da jedoch keiner der Kämpfer eine Chance hatte, ersann er eine List. Er entdeckte eine lange Rinne, die von der Drachenhöhle ins Tal hinab führte. Diese war vollkommen glattgewälzt, woraus er schloss, dass der Drache diesen Weg nahm, wenn er von seiner Höhle herabstieg. Außerdem vermutete er, dass der Drache einen ungeschützten Bauch besaß, den er über den Boden schleifte.

In der Dämmerung, als der Wind günstig stand und seinen Geruch nicht zur Drachenhöhle tragen konnte, begann er, eine Große Anzahl an Sicheln und Sensen in der Rinne zu vergraben, mit den Klingen und Spitzen zur Höhle gerichtet. Danach versteckte er sich im nahen Gebüsch.

Als der Drache seinen gewohnten Weg herabkroch, bohrten sich die Klingen in den empfindlichen Bauch, und er begann vor Schmerzen laut zu brüllen und bäumte sich auf. Jedoch konnte er sich nicht lange auf den Hinterbeinen halten und fiel wieder auf die Klingen, die sich erneut in den Bauch bohrten. Wild um sich schlagend versuchte sich der Drache zu befreien, rammte damit die Sensen nur noch weiter in seine Eingeweide, bis er sich schließlich unter Zuckungen zusammenrollte und die Anhöhe herabrollte, wo er verendete.

Die erfreuten Bewohner liefen von überall herbei, um den toten Drachen zu sehen und verscharrten ihn in einer tiefen Grube, wobei es aufgrund der Größe des Drachen der Kraft vieler Männer bedurfte, ihn zu vergraben. Der Bauer schenkte dem Ziehsohn seinen Hof und er wurde von allen als Held gefeiert.

QuellenBearbeiten

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