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Wiki-dragon Dieser Artikel beschreibt das Blut der Drachen. Falls Sie nach dem Charakter aus The Elder Scrolls: Skyrim suchen, finden Sie diesen unter Dovahkiin. Die Anwendungen von Drachenblut in der Harry Potter Reihe finden Sie unter Drachenblut (Harry Potter).

Dem Blut der Drachen wurden im Laufe der Geschichte allerlei Fähigkeiten zugeschrieben, von denen einige mehr, andere weniger realistisch wirken. Welche wahr sind, kann heute nicht mehr nachgewiesen werden.

UnverwundbarkeitBearbeiten

Fafnir

Siegfried tötet den Lindwurm Fafnir

In der Nibelungensage wird berichtet, dass Siegfried im Blut (nach anderen Versionen auch im Fett) des Drachen Fafnir badete, wodurch seine Haut undurchdringlich für jede Art von Waffe wurde.

Der Held Ortnit soll seine Rüstung mit Drachenblut eingerieben haben, um sie zu stärken.

Laut dem Talmud schützt das Blut des Salamanders, wenn man damit die Haut einreibt, vor Feuer[1].

SprachfähigkeitBearbeiten

Ebenfalls in der Nibelungensage hieß es, dass Siegfried das Herz Fafnirs briet, da sein Meister es essen wollte. Dabei probierte er vom Blut des Drachen und konnte daraufhin die Sprache der Vögel verstehen. Diese verrieten ihm, dass sein Meister durch den Verzehr des Herzens Unsterblichkeit erlangen wollte.

Heilende WirkungBearbeiten

Hildegard von Bingen schrieb folgendes:

"Wenn ein Mensch einen Stein in sich trägt, soll er Drachenblut nehmen und es an einem feuchten Platz bringen, danach in reinem, klaren Wasser eine knappe Stunde lassen, damit das Wasser von seiner Wärme annimmt. Das Blut soll er dann wieder abschöpfen und das Wasser nüchtern trinken. Gleich darauf soll er ein wenig essen. So soll er es über neun Tage tun, aber stets nur mäßig von dem Wasser trinken. Durch die Kraft des Drachenblutes wird der Stein in ihm zerbrechen, und der Mensch wird vom Stein befreit. Unverdünntes Drachenblut soll man niemals trinken, man würde daran sterben"
―Hildegard von BingenQuelle

Giftiges BlutBearbeiten

Während bei Hildegard von Bingen nur unverdünntes Drachenblut giftig ist, ist das Blut, vor allem das der Basilisken, in vielen Sagen hochgiftig. In einigen Sagen soll sogar das Blut eines getöteten Drachen am Speer des Ritters hochgewandert sein, um Ritter und Pferd zu töten.

Das Blut des Drachen, den Beowulf tötete, soll sogar wie Säure gewirkt und Eisen aufgelöst haben.

Es ist bekannt, dass das Blut einiger Fische, z.B. Aale oder Welse, so genannte Ichthyotoxine enthält, die es ebenfalls giftig machen. Somit wäre es nicht einmal abwegig, dass auch Drachen giftiges Blut besitzen

VersickernBearbeiten

Die Slawische Mythologie erzählt, dass Drachenblut nicht im Boden versickert, da Mutter Erde es nicht in sich haben möchte.

Auf dem Dragon Hill in Uffington, England, gibt es eine Stelle, an der kein Gras wächst, so dass der Kreideboden darunter zu sehen ist. Angeblich soll dies die Stelle sein, an der das Blut des Drachen, den St. Georg tötete, auf den Boden tropfte[2].

Zinnober wurde früher als Sanguis Draconis, also Drachenblut, bezeichnet. Laut Plinius dem Älteren liegt dies daran, dass es sich dabei um das Blut von Drachen handelt, die bei der Jagd auf Elefanten von umstürzenden Elefanten zerdrückt wurden (siehe Indische Drachen)[3].

Drachenblut (Harz)Bearbeiten

Drachenblut (Daemomorops draco)

Drachenblut von Daemomorops draco, gemahlen und als Räuchermittel

Als Drachenblut (lat. Sanguis Draconis, chinesisch 血竭 abgezapftes Blut) bezeichnet man auch das Harz verschiedener Bäume. Einige mittelalterliche Enzyklopädien behaupten, dass dieses das Blut von indischen Drachen ist, welches im Kampf gegen Elefanten vergossen wurde. Ursprünglich wurde nur das Harz des Drachenbaums Dracaena als Drachenblut bezeichnet, jedoch wurde der Begriff, vor allem von den Römern, häufig mit dem Mineral Zinnober (Cinnabarit) verwechselt und später auch auf andere Harze, z.B. das der Palme Daemonorops draco, ausgeweitet. Vor allem in der chinesischen Medizin wird noch heute nicht zwischen den Harzen verschiedener Daemonorops- und Dracaena-Arten, aber auch komplett anderer Gattungen wie Croton oder Pterocarpus, unterschieden.

Drachenblut wird und wurde zu unterschiedlichen medizinischen und magischen Zwecken verwendet. So soll es z.B. gegen Skorbut, Durchfall oder Atemwegserkrankungen helfen und wurde in der Wundbehandlung als Antiseptikum benutzt. Heute wird es in der Medizin nicht mehr verwendet, eine Ausnahme bildet die traditionelle chinesische Medizin. Jedoch verwendet man es heute zur Herstellung der Droge Crofelemer.

Die magischen Zwecke reichen von der Verwendung als Räucherwerk zur Besänftigung der Götter bei Opferzeremonien der Quiché in Guatemala bis zur Herstellung von Mojos oder als Drachenblut-Tinte für magische Siegel und Talismane im New Orleans Voodoo. Auch im Neopaganismus und New Age Schamanismus wird es  heute für Schutz- und Liebeszauber verwendet[4][5].

QuellenBearbeiten

  1. Wikipedia: Salamanders in folklore and legend
  2. Wikipedia: Dragon_Hill,_Uffington (englisch)
  3. Medieval Bestiary: Dragon
  4. Wikipedia: Drachenblut (Harz)
  5. Wikipedia: Dragon's blood (englisch)

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