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Dobrynja Nikititsch (In Russisch: Добры́ня Ники́тич) war ein Russischer Held. Er gehörte zu den sogenannten Bogatyri. Berühmtheit erlangte Nikititsch vor allem durch das Töten des Drachen Smej Gorynytsch.

Dobrynja Nikititsch soll in der Kiewer Rus gelebt und am Hofe des Fürsten Wladimirs des Heiligen gedient haben. Obwohl nicht adelig, stand er der fürstlichen Familie nah und wurde von dieser oft auf verschiedene Missionen geschickt, da er für seinen Mut und seine Höflichkeit bekannt war. Er galt als guter Diplomat. Zu seinen Fähigkeiten gerhörten aber neben Reden auch das Musizieren, das Schachspiel und verschiedene Kampftechniken wie bespielsweise das Bogenschießen und das Ringen. Er galt auch als guter Schwimmer.

Historische Vorbilder Bearbeiten

Es wird angenommen. dass sich die Figur des Helden Dobrynja Nikititsch aus mündlichen Überlieferungen über den gleichnamigen Feldherren entwickelt hat. Dieser war der Onkel Wladimir des Heiligen und dessen Lehrmeister. Anders als der Held Nikititsch war der Feldherr ein brutaler Mensch, der die Christianisierung der Kiewer Rus mit Gewalt voran trieb.

Dobrynja Nikititsch und der Drache Bearbeiten

Eine bekannte Bylina erzählt davon wie Dobrynja Nikititsch den Drachen Smej Gorynytsch tötete. Eine Bylina ist eine Art russische Sage, die meistens von den Abenteuern der Bogatyri handelt.

Die Sage startet damit das Nikititschs Mutter ihn davor warnt in die Saraszenischen Berge zu gehen, Babydrachen totzutrampeln, Russische Gefangene zu retten oder im Fluss Pulchai zu baden. Doch der Held missachtet alle vier Warnungen.

Als er im Pulchai badet, trifft er den Drachen Smej Gorinitsch. Der Drache ist so stark, dass er ihn nicht bezwingen kann. Da entdeckt Nikititsch einen "Griechischen Hut", mit dem es ihm gelingt, den Drachen zu besiegen. Doch dieser fleht ihn im Namen seiner Frau und Kinder um sein Leben an und Nikititsch hat Mitleid und lässt den Drachen ziehen. Dieser bricht sofort den ausgemachten Nichtangriffspakt, indem er nach Kiew fliegt und die Nichte des Fürsten Wladimir entführt.

Als Nikititsch nach Kiew kommt, bittet ihn der Fürst, seine Nichte zu retten. Über den Vertragsbruch entrüsstet zieht Nikititsch aus um den Drachen zu töten. Seine Mutter schenkt ihm für die Reise eine siebenschwänzige Peitsche. Mit dieser bekämpft er den Drachen, als die beiden endlich aufeinandertreffen. Der Kampf dauert drei Tage. Am dritten Tag ist Nikititsch so erschöpft, dass er aufgeben möchte. Da meldet sich auf einmal eine Stimme aus dem Himmel, die ihm rät, noch drei Stunden weiter zu kämpfen. Der Held befolgt diesen Befehl und es gelingt ihm tatsächlich, seinen Gegner in dieser Zeit zu töten. Doch das Blut des Drachen bildet einen See um Sabawa Patjatitschina, die Nichte des Fürsten. Als Dobrynja versucht, auf seinem Pferd den Drachenblutsee zu durchreiten, bleibt er stecken. Drei Tage lang gelingt es ihm nicht, sich zu befreien. Da meldet sich wieder die Stimme aus dem Himmel und rät ihm, diesesmal einen Speer in den Boden zu stecken und ein Gebet aufzusagen. Als Dobrynja das macht, läuft das Drachenblut ins Erdinnere ab und wird dort zu Erdöl.

Dobrynja Nikititsch kann Sabawa befreien. Obwohl sich die beiden ineinander verlieben, heiraten sie nicht, da der Stand Nikititschs als Unadeliger das nicht zulassen würde. Später heiratet Dobrynja eine Frau namens Nastja und Sabawa wird mit Nikititschs Freund Alyosha Popovich verheiratet.

Sonstiges Bearbeiten

  • Alexander Grechaninov komponierte 1901 eine Oper über den Kampf Nikititschs mit dem Drachen. Diese Oper, die den Titel "Dobrynja Nikititsch" trägt, wurde am 14. Oktober 1903 im Bolschoi-Theater uraufgeführt.
  • Die Geschichte von Nikititsch und dem Drachen wurde 2006 unter dem Namen  "Dobrynya Nikitich i Zmey Gorynych" als Kinderfilm verfilmt. Dieser ist allerdings eher locker auf die Bylina aufgebaut und besitzt eine andere Handlung.
  • Dobrynja bedeutet übersetzt: "Netter Mensch".
  • Dobrynja wird oft "Russischer Siegfried" genannt.

Quellen Bearbeiten

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