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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Basilisk (Mythologie)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 15.06.2009 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine (Mythologie)&action=history Liste der Autoren verfügbar.


Der Basilisk (griechisch: basiliskos, lat. regulus = „kleiner König“; auch Sibilus) ist ein gefährliches Tier. Er gilt als „König der Schlangen“.

Aussehen

In mittelalterlichen Tierbüchern werden Basilisken oft als Mischwesen mit dem Oberkörper eines Hahns, auf dem Kopf eine Krone und dem Unterleib einer Schlange, oder einfach als gekrönte Schlange dargestellt. Andere Beschreibungen erinnern eher an eine Mischung aus Drache und Hahn, diese werden auch als Cockatrice bezeichnet.

Frühere Beschreibungen erzählen jedoch nur von einer Schlange mit einer Krone oder einem kronenförmigen Fleck auf dem Kopf, die den Kopf beim kriechen hochhielt anstatt direkt über den Boden zu kriechen.

Dass Basilisken mit Kronen beschrieben werden könnte auf die Beschreibung einer realen Schlange, der Gekrönten Schnauzennatter (Lytorhynchus diadema) zurückgehen, die eine Diadem-artige Zeichnung auf dem Kopf trägt[1].

Fortpflanzung

Der Überlieferung nach wird ein Basilisk geboren, wenn das Ei eines Hahnes von einer Schlange oder einer Kröte ausgebrütet wird. Dies könnte darauf hinweisen, dass Basilisken Brutparasiten sind, die ihre Eier in Hühnernester legen.

Eine andere Erklärung liefert Karl Shuker, laut dem der parasitäre Wurm Ascaris lineata, der auch Hühner befällt, noch im Körper des Huhnes in ein Ei gelangen kann, wodurch er dann, wenn jemand das Ei zum Kochen zerbricht, ein Wurm daraus hervorkommt.

Außerdem wäre es möglich, dass diese Vorstellung davon kommt, dass gewisse Tumore bei weiblichen Hühnern die Ausbildung männlicher sekundärer Geschlechtsmerkmale auslösen können, wodurch es aussieht, als würde ein Hahn ein Ei legen[1].

Fähigkeiten

Ein Blick aus den Augen dieser Kreatur genügt, um jedes Lebewesen in seiner Sichtweite sofort zu töten. Durch Glas wirkt diese Waffe nicht, und mit einem Spiegel kann sie gegen den Basilisken selbst verwendet werden. Shuker vermutet, dass der giftige Blick auf die Fähigkeit der Speikobras zurückgeht, Gift in die Augen ihrer Feinde zu spritzen[1].

Thomas von Cantimpré suchte mittels seines Experimentator eine Erklärung für die tödliche Wirkung des Blickes des Basilisken. Er ging davon aus, dass die von den Augen des Basilisken ausgehenden Strahlen den spiritus visibilis des Menschen verdürben. Der Kontakt mit der Bestie würde dann auch alle anderen spiritus zerstören, so dass der Tod einträte.

Zudem besitzt ein Basilisk ein Gift, das jede Waffe, die mit ihm in Berührung kommt, auflöst, und alle Pflanzen und Tiere in der Umgebung des Basilisken tötet.

Schwächen

Der Eingeweihte weiß jedoch, dass er nur einen Hahn im Haus halten muss, um sich vor diesem Ungeheuer zu schützen, denn der Hahn ist (neben dem Wiesel) der natürliche Feind des Basilisken. Dies liegt daran, dass der Basilisk einen Hahnschrei nicht überlebt.

Das Wiesel dagegen dringt in den Bau des Basilisken ein und kämpft mit ihm, bis beide tot sind. Dabei kommt ihm sein Körpergeruch (oder der Geruch seines Urins) zugute, den der Basilisk hasst. Diese Beschreibung könnte abgeleitet sein von Beschreibungen von Kobras, die von Mangusten gejagt werden[1].

Eine weitere Methode, um einen Basilisken zu töten, ist, ihm einen Spiegel vorzuhalten, damit er sich mit seinem eigenen tödlichen Blick tötet.

Auch ein Schössling der Weinraute, die im mittelalterlichen Volksglauben als Heilmittel gegen allerlei Gifte und Flüche bekannt war, soll Basilisken vertreiben[1].

Symbolik und Darstellung

Basilisken symbolisieren als allegorische Figur den Tod, den Teufel, die Sünde oder den Antichristen. Unter den Todsünden wird der Basilisk oft mit der Wollust, aber auch mit Neid und Hochmut gleichgesetzt. Häufig wird Christus dargestellt, wie er einen Basilisken zertritt. Darstellungen von Basilisken im kirchlichen Raum aus der Zeit des 13. bis 17. Jahrhunderts sind häufig anzutreffen an Taufsteinen, Apsisfriesen, Schreinen usw.

Als Basiliskengift wurde die sich gegen Ende des 15. Jahrhunderts ausbreitende Syphilis bezeichnet. Die Redewendung Basiliskenblick bezeichnet einen besonders scharfen oder stechenden Blick.

In der Alchemie, die sprachlich in Allegorien gefasst ist, steht der Basilisk für den Stein der Weisen.

Der Basilisk im Laufe der Zeit

Erste Erwähnung in der Antike

Zum ersten Mal nachweislich erwähnt wird der Basilisk bei Demokrit und dessen Plagiator Bolos von Mendes. Seitdem kann er auf eine „Karriere“ als eines der bekanntesten Fabeltiere der Geschichte zurückblicken.

Plinius der Ältere beschrieb ihn im achten Buch seiner Naturalis historia bei den Tieren, die aus dem afrikanischen und orientalischen Bereich kommen. Plinius zufolge handelt es sich um eine Schlangenart, heimisch in der Provinz Kyrenaika. Er sei nicht länger als zwölf Finger (etwa 24 Zentimeter) und habe einen weißen Fleck am Kopf, der ihn wie ein Diadem schmücke. Seine gelben und schwarzen Schuppen erinnern laut Plinius an eine Wespe.

Durch sein Zischen verjagt er alle Schlangen und bewegt nicht, wie die anderen, seinen Körper durch vielfache Windungen, sondern geht stolz und halb aufgerichtet einher. Er lässt die Sträucher absterben, nicht nur durch die Berührung, sondern auch schon durch den Anhauch, versengt die Kräuter und sprengt Steine: eine solche Stärke hat dieses Untier. Man glaubte, dass jemand ihn einst zu Pferde mit einem Speer erlegt habe und dass das wirkende Gift an diesem emporstieg und nicht nur dem Reiter, sondern auch dem Pferd den Tod brachte. Und dieses gewaltige Ungeheuer – denn häufig haben Könige es tot zu sehen gewünscht – wird durch die Ausdünstung des Wiesels umgebracht: so sehr gefiel es der Natur, nichts ohne etwas Gegenkraft zu lassen. Man wirft die Wiesel in die Höhlen [der Basilisken], die man leicht an dem ausgedörrten Boden erkennt. Diese töten durch ihren Geruch, sterben aber zugleich selbst, und der Streit der Natur ist bereinigt.[2]

Mittelalterliche Vorstellungen

Basilisk aldrovandi.jpg

Basiliscus in solitudine Africae vivens aus: Ulisse Aldrovandi: „Monstrorum historia“, 1642. (Österreichische Nationalbibliothek, Signatur BE.4.G.23.)

In vielen mittelalterlichen Werken, wie beispielsweise in der Physika von Hildegard von Bingen und in der Ornithologia sowie der Monstrorum historia des Bologneser Naturforschers Ulisse Aldrovandi, findet man den Basilisken wieder. Seine Beschreibung ist im Lauf der Zeit sehr verändert und ausgeschmückt worden. Meist trifft man auf folgende Vorstellung:
JonstonBasilisken.jpg

Basilisken nach Ulisse Aldrovandi in einem Werk von Jan Jonston

Der Basilisk schlüpft aus dem Ei eines alten Hahnes oder aus einem dotterlosen Hühnerei, das von einer Echten Kröte, einer Schlange oder im Mist ausgebrütet wird. Sein stinkender Atem ist unerträglich und sein Blick soll versteinern können. Das Ungeheuer haust in Brunnenschächten und Kellern. Es kann nur vernichtet werden, indem ihm ein Metallspiegel vorgehalten wird, worin sich der versteinernde Blick gegen den Basilisken selbst kehrt.

Das Motiv des versteinernden Blickes findet man auch in den antiken Erzählungen über die Medusa, der statt Haaren Schlangen auf dem Kopf wuchsen. Der Basilisk soll aus Medusas Blut entstanden sein.

In der Alchemie war die Asche des Basilisken begehrt. Sie galt als Mittel gegen andere giftige Tiere und soll in der Lage sein, Silber in Gold zu verwandeln. Andere alchemistische Quellen behaupten sogar, Basilsiken erschaffen zu können, die Kupfer in Gold verwandeln[1].

Ein Mittelalterliches Gedicht über den Basilisken lautet: "Wenn wer dich sah, lebendig ist, so ist erlogen sein Geschicht`,
denn wenn er nicht starb, kennt er dich nicht,
und starb er, so bezeugt er dich nicht."

Lokale Basiliskengeschichten

In zahlreichen ortsbezogenen Erzählungen kommt der Basilisk vor, denn er hat die Fantasie abergläubiger Menschen stets angeregt. Fürsten begehrten Basiliskeneier für ihre Raritätenkammern und auf Jahrmärkten wurden bis weit in die frühe Neuzeit Basilisken zur Schau gestellt. Zedlers Universallexikon beschreibt den Basilisk noch getreu nach den überlieferten Vorstellungen, geht dann aber kritisch mit Einzelfällen ins Gericht. Er berichtet unter anderem von betrügerischer Basiliskenschau in Deutschland im Jahr 1671, die entlarvt wurde. Es folgt eine aus heutiger Sicht amüsant anmutende „wissenschaftlich-kontroverse“ Darstellung, warum Hähne keine Eier legen können.[3]

Später weiß Meyers Konversations-Lexikon über diese Betrügereien zu berichten:

Man stutzte junge Rochen durch Verzerrung des Körpers nach der eingebildeten Gestalt zu, setzte ihnen Glasaugen in die Nasenlöcher und ließ sie für Geld sehen. Dergleichen künstliche Basilisken werden noch hier und da in alten Naturaliensammlungen gefunden.

Nur selten fand man auf solchen Ausstellungen echte Basilisken und Cockatrices.

Aachen

In Aachen (Deutschland) glaubte man im Jahr 1748, dass zwei Hähne Basiliskeneier gelegt hätten. Der Bürgermeisterdiener Johannes Janssen schreibt in seiner Chronik für dieses Jahr:

Basilisk.png

Der Basilisk in der Chronik des Bürgermeisterdieners Johannes Janssen aus Aachen (1748)

In Cöllerstrass bei ein Bürgersman, welcher Hühner halt, daselbst hatt der Hahn ein Ey gelegt eben wie ein Huhn, aber schmal und lang, nicht gestaltet wie ein Hühner-Ey, warüber der Mann kommet und dieses gesehen den Hahn gleich todt geschlagen.
In Marschierstrass ist dasselbige geschehen, aber der Mann hatt den Hahn leben lassen wo er aber das Ei hingetan hat, das weis ich nicht, und wie man vor gewiss hält aus diese Hahnen-Eier würden die erschreckliche giftige Tier, Basilisken genannt, ausgebrütet. Diese Tiere sind so schädlich und giftig, dass ein einziges könne ein ganz Land die Luft vergiften, dass Menschen und Vieh davon sterben müssen. Dieses Tier ist gestaltet wie ein Hahn, allein sein Stärtz ist ein Slang oder Drachen gleich und ganz klein wie diese Figur anzieget, aber etwas grösser, die allergröste ist wie ein Daube gegen der Gröse zu rechnen, und so fortan, dann ich habe eine mit meine Augen gesehen, aber tot und balsamiert vor eine Raritat in Brüssel, aber eine lebendig ist so voller Gift, dass wanns ein Mensch von fern tut ansehen, er davon gleich muss sterben, ja sogar wo das Tier sich aufhält, wachst weder Gras noch anderes Kraut, die Baum und Sträucher verdorren durch seine giftige Gegenwart. Gott will uns behüten hier zu Land vor dergleiches Tier. Wan Hahnen in der Stadt Eier legen, so werden sie se auch da aussen bij de Bauren thun, alwo dies Thier könnte ausgebrühtet werden im Feld oder Busch. Gott bewahr uns darvur.

Diese Beschreibungen treffen sehr gut auf die Cockatrice zu, die ihre Eier in Hühnernester legt.[4]

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Basilisk bei der Basler Wettsteinbrücke

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Einer der zahlreichen Basler Basilisken-Brunnen, Unterer Rheinweg

Basel

Erstmals als Basler Schildhalter erschien der Basilisk um 1448 und man kann in der Stadt viele Basiliskenfiguren in allen Varianten finden.

Auch Basler Münzen wurden mit einem Basiliskenmotiv geprägt [5].

Verschiedene Legenden bringen Basel mit dem Basilisken in Verbindung:

  • Bei der Gründung der Stadt soll angeblich ein Basilisk in einer Höhle beim jetzigen Gerberbrunnen gewohnt haben und so zu seinen Wappenehren gekommen sein.
  • Da der Name Basilisk und Basilea für Basel auf Ähnlichkeit beruht, brachten die Einwohner diese zwei zusammen. Dennoch hat der Stadtname wohl in Wirklichkeit ursprünglich nichts mit einem Basilisken zu tun. Die erste nachweisliche Nennung der Stadt findet man in der römischen Geschichtsschreibung.
  • Nach einer anderen Version soll ein Kaufmann einen Basilisken nach Basel gebracht haben. Fest steht, dass 1474 in Basel (nach einem Tierprozess) ein Hahn zum Tode verurteilt wurde. Dem Hahn wurde vorgeworfen, er habe ein Ei gelegt, was wider der Natur war. Vor allem aber befürchteten die Basler, dass aus dem Ei ein Basilisk schlüpfen könnte. Der Hahn wurde nach ordentlichem Prozess enthauptet und das inkriminierte Ei den Flammen übergeben.
MM-Basilisk.jpg

Basilisk </br>Stadtmuseum Memmingen

Memmingen

In Memmingen (Deutschland) verdiente sich einer Sage nach ein zum Tode Verurteilter die Freiheit, indem er einen im Keller eines Hauses, in der Nähe der Frauenmühle wohnenden Basilisken tötete. Der Basilisk hatte schon vorher viele Wagemutige mit seinem Blick getötet. Der Mann hatte dafür sein Gewand mit Spiegeln behängt und einen Spiegel als Schild getragen.[6] Der Basilisk ist eines der sieben Memminger Wahrzeichen.

Sankt Johann (bei Mayen)

Das Wappen der Stadt Sankt Johann (bei Mayen) (Deutschland) zeigt einen roten Basilisken auf silbernem Schild. Es entspricht dem Wappen der Familie von Breidbach (siehe Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim), die mehrere Jahrhunderte das dortige Schloss Bürresheim bewohnte.

Warschau

1587 starben zwei Kinder beim Versteckspiel in einem Keller ohne ersichtlichen Grund. Auch eine Dienerin, die geschickt wurde um nach den Kindern zu sehen, kam zu Tode. An den geschwollenen Körpern, Lippen und Zungen und der gelblichen Haut der Leichen wurde erkannt, dass diese von einem Basilisken getötet wurden. Daraufhin sandte man einen Mann mit spiegelbedeckter Kleidung und einer Schutzbrille in den Keller, dem es gelang, das Tier, welches den Kopf und die Beine eines Hahnes, die Augen einer Kröte und den Schwanz einer Schlange hatte, mithilfe einer Zange aus dem Keller zu entfernen, nachdem es an seinem eigenen Spiegelbild gestorben war. [7]

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Basilisk und Beschriftung des Hauses in der Schönlaterngasse Nr. 7, Wien.

Wien

Eine bekannte Sage aus Wien (Österreich) erzählt, dass im Hausbrunnen des Hauses Schönlaterngasse Nr. 7 im Jahre 1212 ein Basilisk hauste. Ein Bäckerbub bemerkte das Ungeheuer und wollte es vor einer angesammelten Menschenmenge beseitigen. Der Junge stieg samt einem Spiegel in den Brunnen herab. Man hatte ihn vorher gewarnt, dass der Blick eines Basilisken ein Lebewesen in Stein verwandelt. Unten angekommen, hielt der Bub dem Basilisken den Spiegel vor das Gesicht, worauf dieser zu Stein wurde. Heute zeigt ein Freskoan der Hausmauer des Hauses die mutigen Taten des Jungen. Die dazugehörige Inschrift wurde erst 1932 nach dem Originaltext von 1577 angefertigt.

In einer anderen Variante dieser Sage wurde der Basilisk im Brunnen durch die Bevölkerung mit Erde und Steine erstickt.[8]

San Pietro

Auf der Insel San Pietro vor der Küste Sardiniens gibt es die Sage vom Scultone, einer Schlange, die mit ihrem Blick töten konnte. Sie soll die große Schlucht auf der Insel erschaffen haben. Getötet wurde die Schlange laut der Legende vom Apostel Simon Petrus, indem er ihr einen Spiegel vorhielt.

Frühneuzeitliche Quellen

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Dieser geflügelte Basilisk von Crispin de Passe erinnert an einen Amphithere

Crotalus cerastes mesquite springs CA.jpg

Auch die Klapperschlange soll nach einigen alten Quellen einen tödlichen Blick besitzen

Im 17. Jahrhundert zeigte Crispin de Passe in seinem Werk America die Ähnlichkeiten zwischen dem Basilisken und der kürzlich in Amerika entdeckten Klapperschlange auf. So sollen beide den Todesblick besitzen, der dem Basilisken schon lange zugeschrieben wurde[9].

Reale Basilisken

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der Stirnlappenbasilisk, eine der vier Basilisken genannten Echsen, die in Südamerika leben

Basiliscus ist eine Gattung von Leguanen, die in den Regenwäldern Lateinamerikas leben. Sie sind in der Lage, durch ihre hohe Geschwindigkeit kurze Strecken auf dem Wasser zu laufen, weshalb sie auch als Jesus-Christus-Echse bezeichnet werden. Mit ihren Hautkämmen auf Kopf und Rücken erinnern sie an die mythologischen Basilisken mit ihren Hahnenkämmen und Kronen[10].

Kryptozoologie

Die krähende Schopfkobra

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Die Inkhomi, gezeichnet von einem Augenzeugen

Die krähende Schopfkobra, auch Inkhomi (Mörder) genannt, ist eine mehrfach gesichtete, jedoch noch nicht zoologisch identifizierte Schlangenart aus dem tropischen Afrika. Sie wird als sechs Meter lange, dunkelgraue bis schwarze Schlange beschrieben, die auf ihrem Kopf einen Kamm trägt, den sie aufstellen und einklappen kann. Sie soll sogar Knochen in dem Kamm besitzen.[11] Auch am Unterkiefer soll es Hautlappen geben, die denen des Hahnes ähneln. Ein weiteres Merkmal ist, dass sogar ihr Schrei hahnenähnlich klingen soll. Das Gift der Inkhomi soll innerhalb weniger Minuten töten. Sie weist also viele Parallelen zu Basilisken (und zu der in Legenden mit dem Basilisken in Verbindung gebrachten Cockatrice) auf und ist evtl. verwandt oder identisch.

Ein 1962 von John Knott in Zimbabwe gesichtetes Exemplar soll seinen Kamm mit Hilfe von fünf Stacheln auf dem Kopf aufrichten und einklappen können. Leider wurde das von Knotts Auto überfahrene Tier nie wissenschaftlich untersucht[1].

Auch in Jamaika soll eine ähnliche Art gesichtet worden sein. Der Naturforscher Philip Gosse berichtet, dass diese ebenfalls krähen konnte wie ein Hahn[11], ausserdem soll sie sich von Hühnern ernähren.

Der Basilisk in der Populärkulur

Der Basilisk regt die Fantasie der Menschen auch heute noch an und ist ein beliebtes Motiv in der Literatur:

  • In Harry Potter und die Kammer des Schreckens muss der Titelheld einen riesigen Basilisken besiegen. Basilisken in Harry Potter werden bis zu 15m lang und hunderte Jahre alt.
  • Hägar der Schreckliche kämpfte 1986 gegen einen Basilisken (Hägar der Schreckliche III. Hägar und der Basilisk).
  • In POKéMON taucht das basiliskenartige Gift-Pokémon Vipitis auf, welches mit dem wieselartgen Sengo verfeindet ist. Ersteres beherrscht, neben anderen schlangenartigen Pokémon, eine Attacke namens Giftblick, die auf den tödlichen Blick anspielt.
    • Außerdem soll das legendäre Pokémon Giratina auf dem Basilisken basieren.
  • Die Manga-Serie: Basilisk – Chronik der Koga-Ninja (von Futaro Yamada und Masaki Segawa) benutzt den Ausdruck Basilisk im Titel; ein Basilisk kommt darin aber nicht vor. Der Name spielt nur auf die Fähigkeiten zweier Ninja an, deren Augentechnik tödlich wirkt.
  • Der Autorin Brigitte Weninger war der Basilisk es wert, eine alte Sage neu zu erzählen (Der Basilisk. Nach einer alten Sage neu erzählt).
  • Außerdem tauchen in vielen Computer- und Rollenspielen Basilisken auf, so in Dungeons & Dragons, Das Schwarze Auge und World of Warcraft.
  • In einem der Scheibenwelt-Romane taucht ebenfalls ein Basilisk auf (in: Der Zauberhut). Dieser wird allerdings von einer Truhe mit vielen kleinen Füßen verspeist – ein eher untypisches Schicksal…
  • KingBasilisk.jpg

    Der Basilisk in Huntik

    In „Der Schatz im Ötscher“, welches ein Spiel- & Leseabenteuer von Franz Sales Sklenitzka ist, kommt ebenfalls ein eher ungewöhnlicher Baslisk vor. Ihm ist die Sache mit dem Blick selbst sehr unangenehm, was mit einer Sonnenbrille behoben werden kann.
  • In dem Kinderbuch Drachenreiter von Cornelia Funke begegnet man einem Basilisken.
  • Bei Hannes Hüttners Kinderbuch "Das Blaue vom Himmel" spielt Basil, der Basilisk eine ausgesprochen freundliche und wichtige Rolle.
  • In "Bartimäus - Das Ammulett von Samarkand" wird Lasangel, eine der Hauptpersonen, über einen Basilisken befragt.
  • In George R. R. Martins Das Lied von Eis und Feuer und deren Umsetzung Game of Thrones sind Basilisken auf den Kontinenten Essos und Sothoryos verbreitet, weshalb die Basiliskeninseln sogar nach ihnen benannt sind. Sie können unterschiedlich groß werden, die von der Größe eines Hundes bis zu der eines Löwen reicht. Neben dem normalen Gift ist sogar ihr Blut giftig, welches Mensch als auch Tier in eine Raserei versetzt, der sie jedes Lebewesen angreifen lässt. Außerdem ist der Basilisk dort ein Wappentier.
  • Im zweiten Teil der Nordlandtrilogie des Schwarzen Auges, Sternenschweif, kann man einen Basilisken jagen.
  • In Monster Hunter taucht der Basilisk in Form der Hypnocatrice auf, eines Cockatrice-artigen Vogelwyvern, der ein Schlafgas verströmt, anstatt mit Blicken zu töten.
  • Im Anime Huntik tauchte auch ein Basilisk auf. Dort hieß er König Basilik und war ein Titan
  • In der Serie "Die Simpsons" hat Rektor Skinner einen Cockatrice-Charakter in den Online Rollenspiel "Earthland Realms".
  • Dr. Ernest Drake beschreibt den Basilisk (Draco basiliskos) als Gestaltwandler, der sich stark vom mythologischen Basilisk unterscheidet.
  • Im Game Boy Advance Spiel Mother 3 taucht ein Monster namens Slitherhen auf, welches eine Schlange mit Hahnenkopf ist und damit stark an einen Basilisken erinnert.
  • In der Final Fantasy Serie sind Basilisken wiederkehrende Gegner, die meist an grüne Chamäleons erinnern, manchmal aber sechs Beine besitzen. Unterarten davon sind je nach Spiel nach dem Salamander, dem Catoblepas (einem anderen Fabelwesen mit versteinerndem Blick), Jormungand, Kukulkan oder diversen Schlangenarten und -Familien benannt.

Siehe auch

Literatur

  • Harald Gebhardt und Mario Ludwig: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur, BLV-Verlag: München 2005 ISBN 3-405-16679-9
  • Christian Hünemörder und Annemarie Brückner: Basilisk, in: Lexikon des Mittelalters, Band I (Aachen bis Bettelordenskirchen), Spalte 1529–1530. dtv-Studienausgabe: München 2003 ISBN 3-423-59057-2
  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister, 3. Auflage München 2003, Seite 29–31 ISBN 3-406-49451-X
  • Marianne Sammer: Basilisk - regulus. Eine bedeutungsgeschichtliche Skizze, in: Ulrich Müller, Werner Wunderlich (Hrsg.): Dämonen, Monster, Fabelwesen, (= Mittelalter Mythen; Band 2), Universitäts-Verlag Konstanz: St. Gallen 1999, Seite 135-160 ISBN 390870104X (Mit reichhaltigen Literaturangaben)
  • Marianne Sammer: Der Basilisk, Zur Natur- und Bedeutungsgeschichte eines Fabeltieres im Abendland, Herbert Utz Verlag, ISBN 3-9804213-2-5
  • Christian Lienhard und Christiane Widmer: Basler Basilisken - Von der Entstehung im 15. Jahrhundert bis heute, Spalentor Verlag, ISBN 3-908142-03-2 (mit 220 Abbildungen)

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Shuker Nature: The Basilisk and Cockatrice
  2. C. Plinius Secundus d.Ä., Naturkunde, Lateinisch – Deutsch, hrsg. von Robert König, Buch VIII: Zoologie: Landtiere, Kapitel XXXIII, § 78.
  3. Basiliscus, Regulus, in: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, Band 3, Leipzig 1733, Sp. 599f., online abrufbar als PDF-Dokument.
  4. Hermann Ariovist von Fürth: Beiträge zur Geschichte der Aachener Patrizier-Familien, Dritter Band, Aachen 1890. hier: Die historischen Notizen des Bürgermeisterei-Dieners Johannes Janssen, S. 151)
  5. Münze Basel Dicken mit Basilisk bei Numispedia
  6. Allgäuer Sagen, Aus K. A. Reisers „Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus“ ausgewählt von Hulda Eggart, Kempten und München 1914, Nr. 132, S. 134–135.
  7. Bestiarium.net: Der Basilisk
  8. Reingard Witzmann: wunder.orte – zauber.zeichen: Sagenwege durch Wien. Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten 2003 ISBN 3853262716. hier: Seite 119–125.
  9. Strange Science: Dinosaurs and Dragons
  10. Wikipedia: Basilisken
  11. 11,0 11,1 Shuker Nature: The Crowing Crested Cobra - a Cryptozoological Cockatrice?

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